Hashimoto-Thyreoiditis: Ursachen und Auslöser

Fortsetzung von Teil 2:
Hashimoto-Thyreoiditis: Symptome

 

Hashimoto-Thyreoiditis entwickelt sich vor dem Hintergrund einer Störung des Immunsystems des menschlichen Organismus. Die moderne Medizin geht davon aus, dass das Immunsystem Schilddrüsenzellen fälschlicherweise als schädliche Eindringlinge sieht und ihnen den Krieg erklärt. Warum macht das Immunsystem so etwas? Man geht davon aus, dass es sich um ein Zusammenspiel aus mehreren Einflussfaktoren handelt.

 

  • Genetische Veranlagung: Es besteht eine genetische (familiäre) Veranlagung. Es wird davon ausgegangen, dass HLA-Moleküle der weißen Blutkörperchen (HLA = Humane Leukozyten Antigene) eine wichtige Rolle bei Autoimmunerkrankungen und Allergien spielen. Menschen mit dem HLA-Komplex DR3 und DR4 haben starke Assoziation mit Hashimoto Thyreoiditis, Dermatitis herpetiformis, Dermatomyositis, Glomerulonephritis, autoimmune Hepatitis, IgA-Nephropathie, Lupus erythematodes, Mischkollagenosen, M. Addison, M. Basedow, M. Crohn, Myasthenia gravis, membranöse idiopathische Nephropathie, Polymyalgia rheumatica, Polymyositis, Pemphigus vulgaris, Sarkoidose, Thyreoiditis postpartum, Sjögren-Syndrom, Sklerodermie, Thrombozytopenie. 

 

  • Hormonelle Dysbalancen und hormonelle Umbrüche: Östrogenüberschuß, Progesteronmangel oder Prolaktinüberschuß können Hashimoto auslösen. Das heißt, Frauen, die die Pille nehmen und Frauen in den Wechseljahren sind gefährdet Hashimoto zu bekommen. Vor allem das Verhältnis zwischen Progesteron und Östrogen spielt eine Rolle. Hormonelle Dysbalancen führen zu Immundysbalance.

 

  • Stress: Ein stressiger Job, Mobbing, Stress im Alltag, belastende Lebenssituationen, Ängste oder Sehnsüchte. Einer der in der Kindheit davon geträumt hat, ein Tänzer zu werden und von der Eltern “überredet” wurde Betriebswirtschaft zu studieren, hat Frust, unerfüllte Wünsche und Sinnverlust im Leben und ist gefährdet Hashimoto zu bekommen. 

 

  • Jodmangel oder Jodüberschuss: Zu viel aber auch zu wenig Jod fördert Schilddrüsenerkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis oder Schilddrüsenvergrösserung.

 

  • Schwermetallbelastung: Die Schilddrüse nimmt Schwermetalle (Quecksilber) auf. Schwermetalle lösen im Körper Entzündungen aus und verhindern die Entgiftung.

 

  • Vitamin und Mineralstoffmangel: Vitamin D; B6, B12, C, E, Eisen, Selen, Zink, Kupfer, Mangan. Q10, Omega 3 Mangel. Diese Vitalstoffe sind für Bildung von Schilddrüsenhormonen und zur Kontrolle von Entzündungsreaktionen nötig. Selen und Q10 Mangel führen zur Erschöpfung von zellulären Antioxidantien-Systemen.

 

  • Viren und Bakterien im menschliche Körper, molekulare Mimikry (EBV, Borrelien, andere Herpes Viren, wie Varizella Zoster, Cytomegalie, sowie Yersinien). Eine der Theorien der Entstehung von Hashimoto geht davon aus, dass Oberflächenproteine einiger Krankheitserreger denen von körpereigenen Zellen ähneln und das die Antikörper deswegen nicht nur fremde Eindringlinge, sondern auch körpereigenen Zellen (Schilddrüsenzellen) angreifen. Eine besonders unglückliche Kombination ist eine hohe Viruslast im Körper, eine Schwermetallbelastung und gleichzeitig großer Stress.

 

  • HPU (Hämopyrrollaktamurie) / KPU (Kryptopyrrolurie): Die HPU oder KPU ist eine Stoffwechselstörung, bei der die Synthese von Häm, einem Bestandteil der roten Blutkörperchen (Erythrozyten), gestört ist. Es kommt zu einem hohen Verlust an Mikronährstoffen, der über die Nahrung nicht ausgeglichen werden kann.

 

  • Mitochondriale Störung: Hashimoto kann durch geschädigte Mitochondrien entstehen. Mitochondrien sind für alle Zellen unseres Körpers lebensnotwendig. Sie produzieren unsere Energie. Die Beschwerden, wenn sie nicht mehr richtig funktionieren (man spricht dann von einer erworbenen Mitochondriopathie), sind körperliche und geistige Schwäche, Müdigkeit und Erschöpfung. Alle Körperfunktionen werden beeinträchtigt: das Immunsystem, das Nervensystem und das Hormonsystem. Die Organe, vor allem das Herz und die Muskeln, können nicht mehr optimal arbeiten.

 

  • Unkontrollierter oxidativer Stress und das Versagen der antioxidativen Systeme: Der Stoffwechsel, der ständig in den Körperzellen stattfindet, wird gestört, wenn zu viele freie Radikale auftreten. Eine Kettenreaktion beginnt, die gesunde Zellen zerstört und chronische Krankheiten und irreversible Veränderungen der Zellstrukturen verursacht. Oxidativer Stress hat verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit: Das Immunsystem wird geschwächt und das Funktionieren des Nervensystems ist gestört; im Körpergewebe beginnen Entzündungsprozesse; die Alterung des Körpers wird beschleunigt.

 

  • Erhöhter nitrosativer Stress: Kunststoffe, Biozide, Industriegifte, Wurzelfüllmaterial, Titan, Mercaptane, Weichmacher, Nahrungsmittelzusätze, Lösungsmittel, Metalle, Bakterien, Viren oder Pilze

 

  • Darmpermeabilitätsstörungen: Exposition gegen Fremdproteinen, Dysbiosen im Darm

 

  • Nahrungsmittelallergien und Intoleranzen

 

  • Gestörter Fettsäure-Stoffwechsel (Omega3/6)

 

  • Gestörter Tryptophan- und Neurotransmitter-Stoffwechsel

 

  • Schlechte Umweltbedingungen, radioaktive Strahlen, elektromagnetische Belastung

 

  • Chronische entzündliche Prozesse im Körper, akute Infektionen

 

  • Hohe Zuckerspiegel und Entstehung von Fremdproteinen

 

  • Rauchen

 

  • Schlafmangel

 

  • Verletzungen der Halswirbelsäule

 

  • Einnahme von Medikamenten über einen längeren Zeitraum, Toxine

 

  • Psychische Traumen

 

  • Schilddrüsenverletzung

 

Weiter in Teil 4:
Hashimoto-Thyreoiditis: Diagnostik


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